Saturday, 26. july 2008 6 26 /07 /Juli /2008 21:13
Als Fotografin versuche ich immer die schönen Dinge des Lebens fest zu halten, die traurigen Erlebnisse und Momente brennen sich aber in meinen Kopf ein und lassen sich nicht wie ein vermasseltes Bild wieder löschen.

Heute war wieder so ein Moment, ein Augenblick, eine Hilflosigkeit und die Trauer.

Ich fuhr mit meinem Auto die A3 Richtung Ruhrgebiet, als sich plötzlich wie aus dem nichts ein Stau bildete, ich konnte so gerade noch bremsen und habe Erschrocken in den Rückspiegel geschaut, dass mir auch keiner von hinten drauf knallt... Als ich zu stehen kam sah ich auch schon den Grund des Staues, ein total in panik versetzter Hund ich glaube ein Jagdhund rannte Mitten auf der Autobahn auf mein Auto zu und ehe ich reagieren konnte auch schon an mir vorbei. Oh mein Gott dachte ich und wollte diesem Tier doch unbedingt helfen, doch die autos die vor mir standen fuhren auf einmal alle wieder an und ich musste auch weiter. Ich versuchte sofort mein auto auf den standstreifen zu bekommen, was aber erst nach ca 100 weiteren Metern gelang. Ein jüngerer Mann hatte die gleiche Idee und rannte auf dem Standstreifen diesem Hund nach. Ich tat es ihm nach und wollte unbedingt dieses Tier retten... Ich rannte und rannte und verlor ihn aus den Augen. Ab und an hielt ein Wagen ich frage jedesmal:"lebt er noch?? Ja er lebt doch er rennt weiter inzwischen auf der Überholspur.Irgendwann kamen mir keine Autos mehr entgegen und ich hörte die Polizei, ich wusste das er nur tod ist und ich blieb stehen. Ich glaube ich hatte mich schon fast 2 km von meinem Auto das auf dem Standstreifen stand entfernt. Jetzt kamen auch schon wieder Autos sowie die Sreife die kurz vorher zwar gehört hatte aber durch die Kurve die mich von dem Hund noch trennte nicht sehen konnte. Sie hielten an und baten mich wieder zu meinem Auto zu gehen. Ich fragte lebt er??? Die Polizistin schüttelte den Kopf und sagte nein er ist grade eben überfahren worden. Der junge Mann der vor mir losrannte saß hinten im Streifenwagen, ich fragte noch, ist das der Besitzer, aber er war es nicht nur jemand der genauso die Hoffnung hatte helfen zu wollen. Ich ging zum auto und als ich wieder losfuhr ging mir dieser Blick von dem Hund nicht mehr aus dem Kopf und gleichzeitig wurde mir auch klar, dass dies alles auch in einer Katastrophe hätten enden können, ich fragte mich wie hätte ich reagiert wenn ich den Hund überfahren hätte?? Ich glaube, nein eigentlich bin ich mir sicher das ich ohne es zu wollen wohl eine Massenkarambolage verursacht hätte!! Ich hoffe und rede mir ein, dass er bestimmt einen schnellen Tod hatte und auch nicht leiden musste..

Zuhause angekommen spürte mein eigener Hund wieder dass es mir nicht gut geht und tröstete mich, wie so oft schon und ich versprach mir selber... Noch besser auf meine Tiere zu achten und zu beschützen.
 
von Domino
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